Das Zeitungsprojekt “Imperialismus”

In diesem gemeinsamen Projekt der Fächer Geschichte und Chinesisch werden historische deutsche und chinesische Quellen über die Kolonie Kiaotschou, den Boxeraufstand, die Deutsche Schule Qingdao und die Kaiser-Wilhelm Schule Shanghai jeweils bis 1945 und die heutige deutsche Schule seit ihrer Gründung 1995 bearbeitet. 

Das Ziel ist die Erstellung und Publikation historischer Zeitungen, die den damaligen Zeitgeist widerspiegeln, die gerade zum 25. Jubiläum 2020 eine breite Öffentlichkeitswirkung entfalten sollen.

Die Ergebnisse

Kolonie Kiautschou

Im Frühjahr 1898 entsteht im Norden Chinas eine deutsche Kolonie. Hauptstadt wird das ehemalige Fischerdorf Tsingtau. Die historischen Zeitungen blicken zehn Jahre nach der Gründung auf die Kiautschou-Bucht und die deutsche Gemeinschaft.

Der Boxeraufstand

Im 19. Jahrhundert nimmt der Einfluss westlicher Kolonialmächte in China zu. Die chinesische Bevölkerung reagiert zunehmend mit Abneigung gegenüber Ausländern. Aufständische Gruppierungen bilden sich und gehen als Boxeraufstand in die Geschichte ein. Als ein deutscher Gesandter ermordet wird, schlägt der Aufstand Wellen in Berlin. Zwei historische Zeitungen berichten.

Gouvernementsschule Tsingtau

Im Gebiet um die deutsche Kolonie Tsingtau entstehen im 19. Jahrhundert meherer Schulen, untern ihnen die Gouvernementsschule für deutsche Kinder. Die historischen Zeitungen berichten über das damalige Schulleben.

Kaiser-Wilhelm-Schule Shanghai

Neben der Gouvernementsschule Tsingtau entsteht eine weitere Schule für deutsche Kinder in China. 1895 wird die Kaiser-Wilhelm-Schule in Shanghai gegründet und besteht bis 1945. Das 25-jährige Jubiläum ist Anlass für die historischen Zeitungen.

Die Deutsche Schule Shanghai

Nach 50 Jahren ohne eine deutsche Schule in Shanghai gründet ein Elternverein 1995 die Deutsche Schule Shanghai und startet mit vier Kindern. 25 Jahre später kann der Verein auf eine Erfolgsgeschichte blicken: Etwa 1.250 Kinder und Jugendliche besuchen die DSS an zwei Standorten der Stadt. Zum Jubiläum erstellen die Projektteilnehmenden zwei Festschriften.

Reflexion

Gedanklich und sprachlich teilweise über 100 Jahre in die Vergangenheit zu reisen und Texte zu verfassen, wie man sie heute in keiner Zeitung mehr finden würde, ist eine große Leistung. Die Jugendlichen der 11. Klassen reflektieren darüber.

Das Projekt hat mir nochmal aufgezeigt, dass Freiheit, Demokratie, Pluralismus, Völkerverständigung und soziale Gerechtigkeit nicht selbstverständlich sind und auch nicht als selbstverständlich genommen werden sollten.

Maximilian, 11b